Kurzfilm 2005
1945, kurz vor Ende des 2. Weltkrieges, wird ein Wehrmachtsoldat aufgrund einer schweren Kopfverletzung nach Hause geschickt. Der zermürbende Kampf an der Front, die andauernde Konfrontation mit menschlichem Leid und das Töten anderer Menschen haben ihn seelisch gezeichnet. Die Begeisterung, welche ihn in den Krieg führte, ist verflogen. Er hat erkannt, dass die ihm jahrelang eingetrichterte Ideologie ein Wahn ist und dass er verleitet wurde ihr zu folgen. Als er nach Deutschland, welches unter dem andauernden Bombardement der Alliierten steht, zurückkehrt, sieht er mit eigenen Augen die Kosten dieses Wahns. Jedoch muss er mit Erschrecken feststellen, dass sowohl seine Frau, als auch sein kleiner Sohn, obwohl Deutschland in Trümmern liegt, noch an der Ideologie des Nationalsozialismus und dem Endsieg festhalten. Für sie ist der heimkehrende Vater ein Schwächling, ein Mann, der Schande über seine Familie bringt und den Führer verraten hat.
Der Zuschauer selbst taucht dabei in die Gedankenwelt des Vaters ein und erfährt dessen Zweifel und Perspektivenwechsel hautnah.
[zwoelf-pi] wurde für zahlreiche nationale und internationale Wettbewerbe nominiert.